![]() Die Traube ca. 1930 ![]() Richtfest 1948 nach dem Brand Musikverein Waldau 1954 |
Nach Klaus Weber Waldauer Dorf- und Höfechronik 1977: Waldau liegt 963 bis 1116 m ü.d.M. an der Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Wo sich das Hochtal des Ordnachbaches ausweitet, liegt der Ortskern um die Kirche und in den Ortsteilen Obertal, Vordertal und Hintertal die verstreuten Hofgüter. Von der Widiwanderhöhe, vom Bossenbühl, der höchsten Erhebung, hat man eine weite Fernsicht zum Feldberg und Hochfirst bis zum Randen. Seit der Besiedelung Waldau im 13.Jhd. an der Grenze zwischen den Grafschaften Breisgau und Baar besaß das Kloster St.Peter die Grundherrschaft über die Pfarrechte. Die weltliche Obrigkeit übten die Herzöge von Zähringen aus. Das Kloster hatte in Waldau einen Klosterhof errichtet, aus dem schon weit vor dem 14 Jhd. Sechs Höfe, darunter auch das "Gut auf dem Berg", der spätere Schwabenhof und Gasthof "Zur Traube". 1528 fiel auch die weltliche Herrschaft an das Kloster St.Peter, welches sich 1526 unter den Schutz des Hauses Österreich gestellt hatte. Damit kam Waldau 3 Jhd. lang unter Österreichische Landeshoheit und gehörte zum sogenannten Vorderösterreich. Die Einkünfte der Waldauer kamen hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Doch schon 1426 übernahm der Glasmacher Konrad Pauli aus dem Jostal den Glashüttenhof (heute Glashof) und gründete den Betrieb einer Glashütte. Im Jahre 1667 entstand nachweisbar im gleichen Hof der erst schwarzwälder Zeitmesser. Waldau darf sich mit recht rühmen, die Wieder der Schwarzwälder Uhr zu sein. Auch in den folgenden Jahrhunderten waren Uhrmachen, Uhrenschildermalen und Uhrenhandel ein wichtiger Gewerbezweig in Waldau. Das Gasthaus "Zur Traube" seit 1502 im Besitz der gleichen Familie, wird schon vor 1400 als Gut auf dem Berg erwähnt, um 1550 als "Gut ob der Kilchen" genannt am Berg, um 1591 als Wirtschaft "Zum Rebstock". 1638 im 30-jährigen Krieg wurde der ganze Ort und damit auch der Rebstock von den Schweden verbrannt. Seit 1755 hieß der Hof Schwabenhof, nach der Familie Schwab die ihn von 1640 bis 1832 besaßen. Das Wirterecht wurde seit 1610 ununterbrochen ausgeübt. 1830 hieß die Wirtschaft erstmals "Traube". Am 14.Mai 1852 brannte der Hof durch die Fahrlässigkeit einer Magd ab. Seither steht der Hof auf den alten Grundmauern, obwohl er 1944 durch Kriegseinwirkungen wieder zerstört wurde. Der Wiederaufbau erfolgte 1948/49. Die ersten Feriengäste kamen schon 1860 in die Traube. 1978 wurde die Viehhaltung eingestellt, um sich ausschließlich um das Wohl der Gäste kümmern zu können. Auf dem Hof saßen:
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